Abteilung Stadt

Intensive Übungsdienste zur Technischen Hilfeleistung

Bei schweren Verkehrsunfällen zählt nicht nur die richtige Technik, auch ein abgestimmtes Vorgehen und sichere Handgriffe sind entscheidend. Um für solche Einsatzlagen bestmöglich vorbereitet zu sein, beschäftigten sich die beiden Übungsgruppen der Feuerwehr Schorndorf, Abteilung Stadt, intensiv mit der Technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen. Jede Übungsgruppe absolvierte hierzu zwei aufeinander aufbauende Übungsdienste.

Veröffentlicht am , 08:30 Uhr  |  Autor: Mario Serra | Fotos: Pascal Bellon

Unterstützt wurde die Ausbildung durch Fachreferent Bernd Fetzer, der den Teilnehmenden neben den fachlichen Grundlagen auch zahlreiche Erfahrungen und praktische Tipps mit auf den Weg gab.

Erst verstehen, dann anwenden

Bevor Schere, Spreizer und weitere Rettungsgeräte zum Einsatz kamen, startete jede Übungsgruppe mit einem Theorieabend. Dabei wurden die Grundlagen der technischen Rettung aufgefrischt und unterschiedliche Vorgehensweisen bei Verkehrsunfällen erläutert. Auch moderne Fahrzeugkonstruktionen und die daraus entstehenden Herausforderungen für die Feuerwehr waren Bestandteil der Ausbildung.

Beim zweiten Termin hieß es dann: raus aus dem Schulungsraum und ran ans Fahrzeug. Dafür wurde der reguläre Übungsdienst verlängert, um ausreichend Zeit für die praktische Ausbildung zu haben.

Zunächst wurde gemeinsam ein Übungsfahrzeug Schritt für Schritt zerlegt. Verschiedene Techniken konnten dabei ausprobiert, miteinander verglichen und direkt am Fahrzeug erklärt werden. So ging es nicht nur darum, wie eine bestimmte Technik funktioniert, sondern auch darum, wann und warum sie eingesetzt werden kann.

Vom Training in die Einsatzübung

Zum Abschluss wurde aus der Ausbildung eine realitätsnahe Einsatzlage: Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person Nun musste das zuvor Erlernte als Mannschaft umgesetzt werden. Von der Erkundung und Sicherung des Fahrzeugs über die Wahl des geeigneten Rettungswegs bis hin zur eigentlichen Befreiung der eingeklemmten Person waren zahlreiche Aufgaben abzuarbeiten. Dabei standen insbesondere eine strukturierte Vorgehensweise, die Kommunikation innerhalb der Mannschaft und eine möglichst schonende Rettung im Mittelpunkt.

Die insgesamt vier Übungsdienste boten beiden Übungsgruppen die Möglichkeit, bestehendes Wissen zu vertiefen, neue Techniken kennenzulernen und unterschiedliche Lösungswege selbst auszuprobieren.

Ein besonderer Dank gilt Fachreferent Bernd Fetzer für die fachkundige Begleitung, die zahlreichen praktischen Tipps und die abwechslungsreiche Gestaltung der Ausbildung.